Erfahrungsaustausch - Worum geht's?
Die 45-minütigen Gesprächsrunden beginnen jeweils mit einem kurzen Anfangsimpuls und bieten anschließend Raum für Fragen und Diskussion.
Daniel Jüttner, BMUKN
In vielen Bundesministerien und Behörden steckt Jugendbeteiligung noch in ihren Kinderschuhen und ist vom Engagement einzelner Personen abhängig. Doch wie gelingt es, Verbündete für Jugendbeteiligung im eigenen Haus zu finden und Kolleginnen und Kollegen von deren Mehrwert zu überzeugen? Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit stellt in diesem Austauschformat seine Erfahrung in der Stärkung des Themas und der Pflege von Jugendbeteiligungsnetzwerken vor. In einem offenen Austausch wird es anschließend auch darum gehen, gemeinsam Wege zu finden, wie man Jugendbeteiligung in allen Ressorts weiter stärken kann.
Silke Stachura, BMZ & Frederike Lindau, GIZ
Der Jugendbeirat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung berät das BMZ seit über 5 Jahren zu entwicklungspolitischen Fragestellungen und gilt als Best-Practice-Beispiel für strukturell verankerte Jugendbeteiligung auf Bundesebene. Bereits die Konzeptionsphase wurde partizipativ unter Einbeziehung junger Menschen gestaltet. In diesem Erfahrungsaustausch geht es um die Etablierung und Begleitung von Jugendgremien, deren Herausforderungen und Potenzial. Dabei sind sowohl die Perspektive der Bundesverwaltung, als auch die der fachlichen Begleitung sowie (ehemaliger) junger Menschen aus dem Beirat vertreten.
Cansu Karaoglan & Lena Groh-Trautmann, Servicestelle Jugendbeteiligung e.V.
Junge Menschen bringen unterschiedliche Voraussetzungen, Erfahrungen und Perspektiven in Beteiligungsprozesse ein. Soziale Herkunft, Behinderungen, chronische Erkrankungen, Flucht- und Migrationserfahrungen, Armut, Diskriminierungserfahrungen oder sprachliche Barrieren können den Zugang zu Beteiligungsangeboten erschweren. Für Beteiligungsformate auf Bundesebene stellt sich daher die Aufgabe, Strukturen so zu gestalten, dass alle jungen Menschen ihre Anliegen einbringen und politische Prozesse mitgestalten können. In diesem Erfahrungsaustausch unter Leitung der Servicestelle Jugendbeteiligung e.V. werden praktische Erfahrungen und Ansätze zur Gestaltung inklusiver und barrierearmer Settings für Beteiligungsprozesse diskutiert.
Laura Monath, Careleaver e.V.
Junge Menschen, die im System der Hilfen zur Erziehung erwachsen werden, treffen oft auf ganz besondere Herausforderungen. Diese ergeben sich einerseits aus den strukturellen Anforderungen des Hilfesystems sowie aus den individuellen Erfahrungen der betroffenen jungen Menschen. In Beteiligungsformaten auf Bundesebene gilt es daher, diese Zielgruppe besonders zu unterstützen und zu begleiten. In diesem Erfahrungsaustausch unter der Leitung des Careleaver e. V. werden strukturelle Zugangshürden sowie die Voraussetzungen für eine gelingende Beteiligung junger Menschen aus den Hilfen zur Erziehung in den Blick genommen und diskutiert.